Finanzen? Ohne mich! 10 weibliche Ausreden – Teil 1

Hier sind die meistgenannten Ausreden von Frauen, warum sie sich nicht um ihre Finanzen kümmern wollen. Oder sollten wir sagen “können”? 😉

Wer mich zu diesem Beitrag inspiriert hat

Vor zwei Jahren habe ich mein Herzensprojekt #klugmitgeld zum Beruf gemacht und seither so einiges erlebt. Viele Begegnungen mit Frauen, die nicht länger ihre Augen vor finanziellen Herausforderungen verschlossen halten wollen, haben mich geprägt und immer wieder auf ein Neues inspiriert. Ihr seid es, liebe Leserinnen, die mich vor allem zum Bloggen immer wieder animieren. Und so war es auch mit diesem Blogbeitrag. An dieser Stelle möchte ich euch HERZLICH DANKEN!  

Weibliche Ausreden sind kreativ, berechtigt und identisch

In den letzten zwei Jahren kamen mir so einige Ausreden zu Ohr, warum sich Frauen vor dem Thema Finanzen drücken. Ihre Ausreden sind kreativ, berechtigt und vor allem identisch. Aus diesem Grund habe ich in diesem zweiteiligen Blogbeitrag 10 weibliche Ausreden aus zwei Jahren Coaching Erfahrung zusammengetragen und mit meinen Argumenten hinterlegt. Natürlich ist die Argumentation zum grössten Teil subjektiv (was wäre ein Blog ohne persönliche Note der Autorin?). Gleichzeitig habe ich bemerkt, dass meine Argumente in den meisten Fällen die Frauen dazu motiviert haben die Ausrede fallen zu lassen.

Liebe Leserin, ich hoffe doch sehr, dass du dich in der einen oder anderen Ausrede auch wiederfinden wirst und ich dir damit helfen kann diese Blockade –  wie ich Ausreden gerne auch nenne – zu lösen. 

Teil 1 – Fünf von zehn weiblichen Ausreden

Hier sind fünf von zehn weiblichen Ausreden, warum Frauen sich nicht selbst um ihre Finanzen kümmern wollen:

Ausrede Nr. 1: Ich habe keine Zeit

Sich um sein Geld zu kümmern ist eine Frage der Prioritäten. Wer sein Geld selbst managen will muss diese Aufgabe zwingend in seinen Alltag integrieren. Geldanlage ist nicht gleichzusetzen mit einem Frühjahresputz, der nur 1x pro Jahr ausgeführt wird.

Dein Geld braucht die Aufmerksamkeit einer Pflanze, denn es will wöchentlich oder mindestens monatlich von dir gehegt und gepflegt werden.

Ich verstehe, dass es schwer ist diesem Thema im hektischen Alltag mit Familie, Kindern, Arbeit und Hobbys einen Platz zu geben aber du wirst sehen, nach einer Eingewöhnungsphase von ca. 90 Tagen wirst du dein Geld mit einer grossen Portion Selbstverständlichkeit hegen und pflegen. Wer keine Zeit hat sich um sein Geld zu kümmern muss sich auch nicht wundern, wenn keine Zeit mehr zum Leben und Geniessen bleibt. Oder möchtest du ernsthaft bis zu deinem 70. Lebensjahr arbeiten nur weil das Geld nicht reicht? Ich kann mir vorstellen bis 70 zu arbeiten aber nur, weil es mir Spass macht und nicht weil ich es des Geldes wegen muss.  

Ausrede Nr. 2: Ich habe kein Geld zum Anlegen

“Nur mit Geld kann man Geld machen”. Diese Aussage hält sich seit Jahren hartnäckig und hat auch bei einigen meiner Coachees Spuren im Gewissen hinterlassen. Früher, als es noch kein Internet gab und die Geldanlage hauptsächlich den Reichen vorbehalten war, mag dieser Satz noch viel Wahres beinhaltet haben.

Heute kann ich ganz klar sagen: Du brauchst nicht viel Geld um Geld für dich arbeiten zu lassen.

Ein Beispiel sind börsenkotierte Indexfonds, die sogenannten ETF’s (Exchange Traded Funds). Du kannst bereits ab 25 Euro anfangen dein Geld für dich arbeiten zu lassen. Insofern du monatlich 25 Euro über mehrere Jahre einzahlst und einen “thesaurierenden” ETF wählst, profitierst du doppelt: Indem der Gewinn des ETF’s jeweils reinvestiert wird kommst du in den vollen Genuss des Zinseszinses. Logisch, wer monatlich mehr Geld einzahlen kann hat einen grösseren Hebel aber hier geht es hauptsächlich darum ANZUFANGEN! Und das geht bereits ab 25 Euro.

Ausrede Nr. 3: Ich verfüge nicht über das notwendige Wissen

Der Fall ist klar, wenn du dein Geld an der Börse investieren möchtest, brauchst du einige Grundkenntnisse. Ansonsten könnte der Start auf dem Parkett ganz schön teuer werden bzw. du könntest dir die Mühe sparen und einfach dein Geld am Roulette Tisch im Casino auf rot oder schwarz setzen.

Wie dir ein erfolgreicher Börsenstart gelingt kannst du hier nachlesen.

Diese Wissenslücken zu füllen ist sicherlich eine der grössten Herausforderungen, sowohl für mich, wie auch für meine Coachees. Oft stelle ich aber fest, dass Frauen eine ganz genaue – leider falsche – Vorstellung davon haben, welches Wissen wirklich relevant ist. Es ist ein Trugschluss zu glauben du müsstest gut in Mathe und generell im Umgang mit Zahlen sein. Wenn du gleich zum Analysten in einer Bank werden willst ja, dann brauchst du dieses Wissen. Aber nicht um dein Geld an der Börse anzulegen.

Bankberater und andere Dienstleister, die sich jeweils gegenüber dem Kunden sehr viel Mühe geben mit Finanzfachjargon um sich zu werfen, gaukeln uns oft vor, dass Geldanlage komplex ist und viel Know-how voraussetzt. Löse dich von diesem Irrglauben. Es gibt heute unzählige Blogger und Coaches, die dir in wenigen Schritten alles Wichtige an Werkzeug an die Hand geben können, damit du erfolgreich starten kannst.

Genau das mache ich auch mit meinen Coachees im 3-monatigen Coaching Programm “Investment Paket”.

Die Entscheidung liegt bei dir: Entweder du hast Zeit, um dir alle Lerninhalte aus Blogs, Podcasts und Büchern selbst zusammen zu suchen oder du hast Geld für ein Coaching, indem du in wenigen Wochen kurz und kompakt genau das vermittelt bekommst was wichtig ist. 

Ausrede Nr. 4: Ich bin eh zu spät dran

Diese Ausrede erstaunt mich insofern, weil sie hauptsächlich von 30- bis 40-jährigen Frauen hervorgebracht wird. Zum Glück kann ich diese Sorgen jeweils schnell in Luft auflösen, sobald ich beginne mit Ihnen eine simple Zinseszins-Hochrechnung zu machen: Bis zur Pensionierung verfügt nämlich eine 30-jährigen Frau noch über einen Anlagehorizont von satten 35 Jahren! Auch das Anlagepotential einer 40-jährigen lässt sich sehen, ihr bleiben immerhin noch ca. 25 Jahre. In der Welt der Geldanlage gibt es die Regel: Zeit schlägt Risiko. Je länger der Anlagehorizont desto tiefer das Risiko.

Frauen, die erst mit 40 anfangen ihr Geld anzulegen werden garantiert noch die eine oder andere Krise überstehen. Aufgrund des langen Anlagehorizonts müssen sie nur darauf achten ihr Geld nicht dann auszulösen, wenn der Markt seinen Tiefpunkt erreicht hat.

Es ist nie zu spät mit dem Investieren anzufangen. Wer sagt denn, dass Investieren mit dem Eintritt ins Pensionsalter aufhört? Im Gegenteil, gerade im Alter ist es doch toll seine Haushaltskasse im Frühling mit dem Zufluss von Dividenden aufstocken zu können.

Ausrede Nr. 5: Mein Mann macht das super

“Neben Haushalt betreue ich die Kinder und organisiere unsere Familie, warum soll ich das Thema Finanzen nicht meinem Mann überlassen? Immer heisst es, ich soll möglichst viel auch an meinen Mann delegieren. Mit den Finanzen habe ich das getan aber jetzt ist es auch nicht recht?” mit diesen Worten klopfte kürzlich eine neue Kundin bei mir an.

Nach einer intensiven Unterhaltung mit ihr stellte sich heraus, dass sie das Thema Finanzen aus reiner Bequemlichkeit an ihren Mann delegiert hatte. Damit war sie eigentlich total unglücklich, weil es eine Aufgabe ist, die sie reizen würde eben gerade wegen der kopflastigen Komponente. Der jahrelange Umgang mit den Kindern hat sie auch gefordert aber nicht auf die gleiche Art und Weise. Also versprach sie mir ihrem Mann vorzuschlagen, dass er einen Teil der Hausarbeit übernehmen und sie sich dafür den Finanzen annehmen könnte.

Tatsächlich war dies auch die perfekte Lösung aus Sicht ihres Mannes, denn der hatte aufgrund seines kopflastigen Vollzeitjobs überhaupt keine Lust sich abends oder am Wochenende noch um die Finanzen zu kümmern. Und so nimmt sie sich jetzt jeweils 2-3 Stunden pro Woche Zeit für die Finanzen während ihr Mann etwas mit den Kindern unternimmt.

Aus meiner Sicht eine tolle Geschichte. Diese Familie ist definitiv ein Vorbild für viele andere.   

Schlusswort & was uns Ausreden signalisieren

In diesem ersten Teil habe ich 5 von 10 Ausreden von Frauen speziell hervorgehoben, weil diese immer und immer wieder im persönlichen Austausch aufgekommen sind. Einige Frauen haben keine Zeit sich um ihre Finanzen zu kümmern. Andere haben vermeintlich kein Geld, nicht genug Grundlagenwissen, denken es sei jetzt eh zu spät um noch anzufangen oder überlassen gerne alles ihrem Mann, weil sie ja schliesslich neben Haushalt, Kindern und Job nicht auch noch die Finanzen managen können.

Vielleicht hast du dich in der einen oder anderen Ausrede wiedergefunden. Das ist einerseits ein gutes Zeichen, weil du dich schon einmal mit der “Ich-manage-mein Geld-jetzt-selbst” Frage beschäftigt hast. Andererseits zeigen uns Ausreden auch innere Blockaden auf, die uns gerne von Träumen, Zielen und Wünschen abhalten.

Ich hoffe, dass meine Argumente dich für ein Erstes dazu motiviert haben die eine oder andere Ausrede noch einmal zu überdenken oder diese ganz aus deinem Kopf zu verbannen.

Stay tuned! Auch im November gibt es noch Ausreden

Im November geht es weiter mit Teil 2, in dem ich dir weitere 5 Ausreden mit Gegenargumenten vorstellen werde. Wenn du diesen und auch in Zukunft keine Blogbeiträge von mir verpassen möchtest dann registriere dich hier für den Geld-Glücksbrief. Du erhältst neben der Benachrichtigung über neue Blogbeiträge auch viele wertvolle Tipps und Tricks über den klugen Umgang mit Geld, sowie exklusive Angebote für meine Kurse, Workshops und Coaching Programme.

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute auf deinem Weg und vor allem die Gewissheit und das Vertrauen in dich selbst, dass du es schaffen kannst als Frau finanziell frei und stark in eine geldreiche Zukunft zu gehen.  

Herzlichst,
Corinne

 

Corinne Brecher

Dein Ziel ist meine Mission: Finanziell stark als Frau durch die Welt zu gehen hat mir unglaublich viele Türen geöffnet. "Wenn Du immer nur tust was Du schon kannst, bleibst Du immer das was Du schon bist."
In diesem Sinne: Lass' uns loslegen!
Corinne Brecher

Leave A Response

* Denotes Required Field