«Geld auf mein Depot einzuzahlen, gibt mir mindestens so ein gutes Gefühl, wie wenn ich mir etwas Schönes kaufe.»


Investorin des Monats

Die neue Blogreihe von Corinne Brecher

Die «Investorin des Monats» ist eine neue Blogreihe, die dir ungeschminkte Einblicke in die Finanzen von anderen Frauen gewährt. Erfahre, warum sie Geld investieren, welches ihre grössten Erfolge und Erkenntnisse sind und was sie heute anders machen würden.



Investorin des Monats: Lisa 

Die 42-jährige Unternehmerin Lisa Catena gibt uns diesen Monat Einblick in welche Anlageprodukte sie ihr Geld investiert und gibt Frauen den Tipp, so schnell wie möglich sich Wissen anzueignen und ins Handeln zu kommen.


Ausserdem erfährst du von Lisa…

·       welche Erkenntnis sie motiviert hat, ihre Altersvorsorge in die eigenen Hände zu nehmen

·       mit welchem Betrag sie damals an der Börse eingestiegen ist und

·       warum sie in Kryptowährungen investiert

 

Lisa ist neben ihrer unternehmerischen Tätigkeit bei www.zukker.ch auch selbstständig als Komikerin unterwegs.

Corinne: Was hat dich dazu bewogen, dich selbst um deine Finanzen zu kümmern? Was war der Auslöser?

Lisa: Ich habe neben meiner Tätigkeit als Komikerin bei der Schweizerischen Interpreten Stiftung (SIS) gearbeitet. Eine Stiftung, die sich u.a. um Kulturschaffende in Notsituationen kümmert. Dort habe ich gesehen, dass vor allem das Alter ein riesiges Risiko ist für Selbständige. Ich habe da viele traurige Schicksale gesehen und wusste: So will ich nicht enden.


Was hat sich verändert, seitdem du dich um deine Finanzen kümmerst?

Aus dieser Erfahrung habe ich ungefähr mit 30 angefangen, meine Altersvorsorge und meine Finanzen auf die Kette zu kriegen. Das ist zwar spät, aber immerhin. 


Ich wusste nichts über Geld und es hatte mich bis dahin auch nicht interessiert. Ich fing bei 0 an. Heute interessiert mich das Thema sehr und ich habe Freude daran, mich punkto Finanzen weiterzubilden.


«Ich wusste nichts über Geld und es hatte mich bis dahin auch nicht interessiert.»

In welchen Verhältnissen bist du aufgewachsen?

Ich bin eher alternativ aufgewachsen. Künstlerumfeld und Steiner Schule. Geld galt als "nicht wichtig". Meine Mutter war alleinerziehend. Ich weiss heute, dass bei uns das Geld schon mal knapp war, aber ich habe das als Kind nicht wirklich mitbekommen.


Welche Rolle spielte Geld in deiner Kindheit?

Eigentlich keine. Es war schlicht kein Thema. Ich kann mich an nichts erinnern, dass ich nicht haben oder tun konnte, aus finanziellen Gründen. Ab der 3. Klasse habe ich ein Taschengeld erhalten und später als Teenager einen bestimmten Betrag für Kleider und Ausgang. Das fand ich cool, aber hat mich nicht grösser interessiert.


Welche negativen/positiven Glaubenssätze im Zusammenhang mit Geld hattest du früher?

Das Geld "nicht wichtig" ist. Also nichts, was relevant ist oder man darüber spricht. Aus meiner heutigen Sicht schwingt schon eine gute Dosis Ideologie mit: Geld ist eigentlich schlecht, nichts Edles, Erhabenes.


Im Vergleich zu früher: Wie ist deine Einstellung zu Geld heute?

Heute liebe ich mein Geld. Ich denke, Geld ist im Überfluss da und kommt gerne und oft zu mir.


Wenn du heute der kleinen Lisa von früher begegnen würdest und sie zu dir sagt: Geld ist nicht wichtig. Was würdest du ihr antworten?

Ich würde ihr erzählen, was man damit alles Schönes machen kann und das Gute ist, wir können mit Geld auch viel für andere tun.

«Ich habe mal ausgerechnet, welchen Betrag ich heute hätte, wenn ich mit 20 angefangen hätte, jeden Monat 50 Franken in einen ETF-Sparplan zu investieren. Danach brauchte ich einen Schnaps.»

Gibt es etwas, dass du bereust?

Ich habe mal ausgerechnet, welchen Betrag ich heute hätte, wenn ich mit 20 angefangen hätte, jeden Monat 50 Franken in einen ETF-Sparplan zu investieren. Danach brauchte ich einen Schnaps.


Was war für dich die grösste Herausforderung, als du angefangen hast zu investieren?

Ich habe mit 30 angefangen, meine Altersvorsorge aufzugleisen. Freiwillige 2. Säule und eine 3. Säule. Mit dem Thema "investieren", habe ich mich erst vor 2 Jahren angefangen zu beschäftigen. Meine Herausforderung war die "Analysis Paralysis". Ich habe fast 2 Jahre lang alles gelesen und gehört zum Thema ETFs und erst letztes Jahr umgesetzt. Heute würde ich wesentlich schneller in die Puschen kommen.


«Mit dem Thema "investieren", habe ich mich erst vor 2 Jahren angefangen zu beschäftigen. »


Zum Zeitpunkt, als dein Geld investiert war: Gab es Momente, in denen du Angst hattest, dein ganzes Geld zu verlieren? Was hast du gebraucht, um Sicherheit zu gewinnen?

Die letzten Monate waren nicht so prickelnd, wenn ich mir mein Depot angeschaut habe. Aber meine Strategie ist auf 15 - 20 Jahre ausgerichtet, darum weiss ich: Es wird noch manche Krise kommen. Sicherheit hat mir mein Wissen über ETFs gegeben. Die Bücher, die Podcasts und schliesslich der ETF-Kurs bei dir.

 

Mit wie viel Geld hast du gestartet?

Ich habe mit 2'000 CHF gestartet.


In welche Anlageprodukte investierst du?

Ich habe ein ETF-Depot bei Clevercircles, das macht rund 70% meines angelegten Geldes aus. Dort investiere ich jeden Monat einen grösseren Betrag.


Rund 10% will ich in Einzelaktien investieren, das baue ich mir momentan auf. 10% halte ich Cash, damit ich zu besonders günstigen Gelegenheiten nachkaufen kann.


Zusätzlich habe ich rund 10% meines Geldes in Kryptos investiert. Kryptos interessieren mich aus technischer und gesellschaftlicher Sicht.

«Kryptos interessieren mich aus technischer und gesellschaftlicher Sicht.»

Gab es einen Auslöser für den Entscheid in Kryptowährungen zu investieren?

Ein Podcast über die Ethereum Blockchain war der Auslöser. Anschliessend schaute ich mir einige YouTube Videos an. Die Technologie und diese neue Welt, mit Web3, Smart Contracts und Blockchain, haben mich von Anfang an fasziniert. 


Kryptowährungen halte ich aus Überzeugung, weil ich an diese Technologie glaube und nicht nur wegen den Renditen. In Kryptowährungen direkt bin ich bereits investiert. Aktuell suche ich Einzelaktien von Firmen, die die Blockchain Technologie entwickeln.


Was erhoffst du dir aus einem Investment in Kryptos?

Bitcoin sind auf 21 Millionen limitiert, das hat den gleichen Effekt der Verknappung wie mit dem Landpreis in der Schweiz. Deswegen schliesse ich grosse Wertverluste je länger je mehr aus. 


Ich sehe Kryptowährungen als langfristiges Investment und kaufe sie mit der Absicht, diese noch 10 bis 15 Jahre zu halten. Gleichzeitig würde ich nie mein ganzes Geld dort investieren, dafür sind mir die Schwankungen zu hoch.

«Kryptowährungen halte ich aus Überzeugung, weil ich an diese Technologie glaube und nicht nur wegen den Renditen.»


Wie investierst du in Kryptowährungen?

Ich nutze eine Hard Wallet (Ledger). Das würde ich auch allen anderen empfehlen. Ich verbinde die Wallet mit meinem Computer, solange ich trade. Dann trenne ich sie wieder vom Computer. Es funktioniert wie eine Art externe Hardware. Ich würde sie nicht in einer «Hot Wallet» halten, die mit dem Internet verbunden ist. 


Das wichtigste ist: Passwort merken. Bereits jetzt sind geschätzt 3,7 Mio. Bitcoins verloren, unter anderem, weil die Leute plötzlich ihre Passwörter nicht mehr finden.


Bitte teile mit uns dein bisher grösstes Erfolgserlebnis:

Wie gesagt, ist mein Depot noch neu. Aber durch das Beschäftigen mit Finanzen und meinen Einkommensströmen habe ich meine Sparrate auf rund 20% hochgeschraubt.


Investierst du diese Sparrate komplett am Kapitalmarkt oder hast du noch ein traditionelles Sparkonto?

Ich habe ein Notgroschenkonto für unvorhergesehene Rechnungen (Auto, Waschmaschine etc.) in der Höhe von 3 Monatsgehälter. Geld auf mein Depot einzuzahlen, gibt mir mindestens so ein gutes Gefühl, wie wenn ich mir etwas Schönes kaufe.

«Geld auf mein Depot einzuzahlen, gibt mir mindestens so ein gutes Gefühl, wie wenn ich mir etwas Schönes kaufe.»


Mit welcher konkreten Handlung/Aufgabe sollen Frauen beginnen, wenn sie ihre Finanzen selbst angehen wollen?

Wissen aneignen. Bücher lesen, YouTube schauen. Aber dann auch umsetzen. Zum Beispiel dein Kurs besuchen - mir hat er sehr viel gebracht.


Welchen Tipp möchtest du Frauen noch mit auf den Weg geben?

Interessiert euch für Finanzen! Feminismus hat, gerade wenn er von links kommt, eine generelle Abneigung gegen Geld und Kapitalmärkte. Das halte ich für verheerend. Also ran an die Infos über Geld und ab Morgen deine Vermögensbildung und deine Absicherung in die eigene Hand nehmen.


 Mehr über Lisa Catena: 

 

zukker GmbH ist die Digitalagentur für Marketingstrategien, Augmented- und Virtual Reality und Blockchaintechnologie.

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 Du möchtest dein Geld auch investieren, weisst aber nicht wo anfangen? Ich zeige es dir in 60 Min. am Dienstag 15. März 2022. 

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